Aktuelles 2022

01.03..2022                                  Tagesbefehl des Generalinspekteurs

General Eberhard Zorn stellt Truppe auf tiefgreifende Veränderungen ein

Er sieht angesichts des rücksichtslosen Angriffskriegs des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine eine neue Realität. Seine Prioritäten setzt Zorn neu: weniger Corona Amtshilfe, mehr Verstärkung der NATO-Ostflanke und Besinnung auf den sogenannten „Grundbetrieb“ wie Munitionsdepots, Sanitäts-, Logistik- und Führungseinrichtung
en. Die Soldaten würden mehr in der Landes- und Bündnisverteidigung gebraucht.
In einem Interview im „heute journal“ am Montag äußerte sich Zorn zu den Aussagen Putins über die Atomstreitkräfte. Er halte diese für relevant, aber nicht unmittelbar besorgniserregend. „Wir nehmen diese Aussage ernst“, sagte er im ZDF. „Wir verfolgen natürlich mit unseren Mittel
n, was sich da gerade tut.“ Dazu gebe es auch engen Austausch innerhalb der NATO. „Ich kann aber noch nirgendwo erkennen, dass in irgendeiner Form tatsächlich Alarmierungsmaßnahmen umgesetzt wurden und wir von einer konkreten Bedrohung in der Praxis ausgehen müssen“, betonte Zorn.

Lesen Sie den Tagesbefehl in vollem Wortlaut:

Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Reservistinnen und Reservisten!
Wir leben in Zeiten des weltpolitischen Umbruchs. Der rücksichtslose Angriffskrieg des russischen Präsidenten gegen die Ukraine hat eine neue Realität geschaffen, die unsere Gesellschaft und auch die Bundeswehr tiefgreifend verändern wird.
In herausragender Geschlossenheit hat die transatlantische Wertegemeinschaft auf diesen eklatanten Bruch des Völkerrechts reagiert. Die Alliierten der NATO haben dem Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa die notwendige Handlungsfreiheit gewährt, auf die beispiellose russische Aggression zu reagieren. Die EU hat weitreichende Sanktionen verabschiedet, die im Kern auf das russische Finanzsystem zielen.
Neben der Aktivierung der regionalen Verteidigungspläne entlang der Ostflanke wurde insbesondere die Verlegebereitschaft für die NATO Response Force (NRFNATO Response Force) erheblich verkürzt. Erste Einheiten werden in Kürze verlegen. Auch unsere Einheiten der NRFNATO Response Force sind darauf eingestellt, die Ostflanke zu verstärken.
In Litauen haben wir unsere Enhanced Forward Presence Battlegroup um rund 350 Soldatinnen und Soldaten verstärkt. In Rumänien haben wir unser Engagement verdoppelt und verlängert. Wir setzen dort jetzt sechs Eurofighter im Air Policing South ein. Den ständigen maritimen Einsatzverband der NATO in der Ostsee haben wir um eine Korvette verstärkt. Mit einem Flottendienstboot, dem Einsatz von Tornado Aufklärungsjets und P3C-Orion Seefernaufklärern sowie einem Minenjagdboot werden wir zur Verdichtung des Lagebildes beitragen.
Darüber hinaus wird sich Deutschland mit Infanterie- und Luftverteidigungskräften aktiv am Aufbau eines zusätzlichen Kampfverbandes in der Slowakei beteiligen. Wir prüfen zudem Maßnahmen zum Schutz des polnischen Luftraums und zusätzliche Verstärkungen der Kräfte in Litauen mit leichten Luftverteidigungs- und Marineinfanteriekräften.
Alle Kräfte werden verstärkt und unterstützt durch Truppenteile der Streitkräftebasis, des Sanitätsdienstes und des Cyber- und Informationsraums.
Von besonderer Bedeutung ist in dieser angespannten Lage der Grundbetrieb. Munitionsdepots, Sanitäts-, Logistik- und Führungseinrichtungen, Lagezentren und viele andere unterstützen bei der kurzfristigen Umsetzung all dieser umfassenden Maßnahmen. Deutschland als „Drehscheibe“ für Marschbewegungen unserer Bündnispartner bindet insbesondere die territoriale Organisation, unsere zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Reservistinnen und Reservisten.
Unser Kontingent in der Amtshilfe Corona werden wir deshalb deutlich reduzieren. Diese Soldatinnen und Soldaten werden im Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung gebraucht. Durch die Pandemie entstandene Ausbildungslücken sind unverzüglich zu schließen.
Die mandatierten Auslandseinsätze gehen weiter und ich bestärke alle Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, Ihren Auftrag weiter in der gewohnten Professionalität fortzuführen.
In der Summe stelle ich fest, dass die Bundeswehr in allen Dimensionen schnell zusätzliche Kräfte zur Abschreckung an der Ostflanke bereitgestellt hat und bei Bedarf weiter bereitstellen wird. Dadurch senden wir ein deutliches Signal der unerschütterlichen Bündnissolidarität an unsere NATO-Partner, aber auch und gerade an Russland.
Nach dem Beschluss der Bundesregierung vom Wochenende werden wir die Streitkräfte der Ukraine nicht nur mit militärischer Ausrüstung, sondern auch mit Waffen unterstützen.
Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim im Jahr 2014 haben wir die Bundeswehr auf den Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet. In einem richtungsweisenden und historischen Schritt hat der Bundeskanzler am 27. Februar 2022 im Deutschen Bundestag ein umfangreiches Finanzierungspaket verkündet, bestehend aus einem Sondervermögen von einmalig 100 Milliarden Euro sowie der Aufstockung des Verteidigungshaushalts auf kontinuierlich über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Damit wird die Grundvoraussetzung dafür geschaffen, dass die Bundeswehr ihren Auftrag und ihre Aufgaben erfüllen kann und die gesicherte Bereitstellung der erforderlichen Fähigkeiten in der gesamten Bandbreite militärischer Verpflichtungen ermöglicht wird. So werden wir auch den Zusagen gegenüber unseren Partnern und Alliierten in der EU und in der NATO wie auch den Erwartungen an Deutschland als Führungsnation absehbar gerecht.
Rückgrat der Bundeswehr müssen wieder vollausgestattete, aus dem Stand projektionsfähige Streitkräfte sein, die zur hochintensiven Gefechtsführung im Rahmen von NATO und EU befähigt sind. Geld ist dabei aber nicht alles. Gleichzeitig müssen wir bürokratische Hürden abbauen, Strukturen modernisieren und Maßnahmen ergreifen, die die Einsatzbereitschaft der Truppe in der Fläche schnell und sichtbar erhöhen. Dazu zählt auch, die entsprechenden Führungsverfahren und -prozesse effektiv, standardisiert und national wie multinational interoperabel auszugestalten.
Auf die Frauen und Männer der Bundeswehr ist Verlass, ohne Wenn und Aber. Wir haben unsere Leistungsfähigkeit und Bündnissolidarität in den vergangenen Tagen und Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das ist vor allem Ihrem beherzten Engagement zu verdanken. Sie legen in beispielgebender Art und Weise genau das Mindset an den Tag, das wir im Angesicht des Krieges in Europa brauchen. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und danke Ihnen für Ihren Einsatz!
Meine Gedanken sind in diesem Moment auch bei der Bevölkerung der Ukraine und bei den ukrainischen Streitkräften, die unter der Führung ihrer mutigen Regierung nicht nur für die demokratische und freie Zukunft ihres Landes kämpfen, sondern auch für unsere europäischen Werte.
In dieser schweren Zeit stehen wir zusammen. Jeder und jede von uns zählt im Kampf für den Frieden.
Eberhard Zorn
General
 

01.03.2022

Stadt richtet Task Force Ukraine-Hilfe ein „Jetzt ist die Zeit zu handeln und ungemein wichtige Hilfe zu leisten, die auch direkt ankommt“, gibt sich Oberbürgermeister Tobias Bergmann angesichts der schrecklichen Bilder des Krieges in der Ukraine entschlossen. Er richtete jetzt eine Task Force Ukraine-Hilfe in der Stadtverwaltung ein. Die Regieeinheit des Katastrophenschutzes und der Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes richten eine Halle auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne ein, um Sachspenden für einen Hilfstransport in die Stadt Novovolynsk in der Ukraine zu organisieren. Oberbürgermeister Tobias Bergmann ist in Kontakt mir der Stadt Novovolynsk, den eine aus der Ukraine stammende Mitarbeiterin der Stadt Neumünster herstellte. Dringend benötigt werden Powerbanks, Konserven, Windeln, Babynahrung, Babyflaschen, Hygieneartikel und insbesondere Damen-Hygieneartikel, Handschuhe, Schals, Decken, Kissen, Taschenlampen, Schlafsäcke, Verbandsmaterial – gern auch Verbandskästen, große Müllbeutel und Umzugskartons. Sachspenden können die Bürgerinnen und Bürger ab dem morgigen Mittwoch, 2. März 2022, täglich außer sonntags von 9 Uhr bis 11 Uhr abgeben auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne in der Färberstraße 92 auf der rechten Seite Einfahrt gegenüber der Zufahrt zur Feuer- und Rettungswache und dann befindet sich die Lagerhalle auf der linken Seite. Für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine weist die Stadt Neumünster auf das Verfahren hin. Wer das Asylverfahren durchlaufen möchte, sollte sich an das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge in der ehemaligen Scholtz-Kaserne werden. Wer sich hingegen an die Ausländerbehörde der Stadt Neumünster im Erdgeschoß im Neuen Rathaus wendet, bekommt einen vorübergehenden Aufenthaltstitel. Foto: Yannik Werde (an seinem Geburtstag), Tom Wolter, Dennis Burchardt und Heike Rose von der Regieeinheit des Katastrophenschutzes der Stadt Neumünster richten die Halle für die Hilfsgüter her. #ukraine #neumünster

 

11.06.2022

Willkommen zurück, hieß es Mitte der Woche für zwei aktive Kameraden der RK! Unser Kamerad Detlef überbrachte jedem die herzlichsten Willkommensgrüße der RK mit einem Fässchen Bier 🍺. Damit können sie sich den Einsatzstaub herunter spülen und mit ihren Lieben ein Willkommensschluck genießen. Auch hier wollen wir unsere Kameraden Holger und Sven willkommen heißen und freuen uns schon auf kommende Gespräche mit euch und euren Erzählungen aus dem Einsatz. Kommt erstmal zu Hause🏠 an, wir sehen uns 👍🏼

 

RK Einfeld / RAG ZMZ Mittelholstein mit Freiwilliger Feuerwehr Einfeld (l)

und Regieeinheit Katastrophenschutz Stadt Neumünster (r)

beim Kieler Feldempfang.

In der Mitte Landesvorsitzender Oberst d.R. Dr. Marc Lemmermann

(Foto: Stephan Kempf)




Dorfbuchtfest in Neumünster Einfeld am 24.09.2022

Mit den Ständen von 12 Vereinen und Organisationen hatte das Dorfbuchtfest am Einfelder See bei bedecktem und später regnerischem Wetter stattgefunden. Tapfer trotzten ihm die ca. 500 Besucherinnen und Besucher, die sich im Laufe von 5 Stunden eingefunden hatten, bevor vorzeitig abgebaut werden musste. Nach 3 Jahren Abstinenz gab es mit tollen Spielangeboten für die Kinder und Infoständen wieder Aktivitäten in der Dorfbucht. Gut angenommen wurde die Erbsensuppe der Regieeinheit, aber auch Kaffee, Kuchen und Eis. Gleichzeitig beging die Reservistenkameradschaft Einfeld den diesjährigen “Tag der Reservisten“. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Spielmannszuges des TS Einfeld direkt am Stand des TSE. Eine richtige Spielstraße hatten das Jugendfreizeitheim Einfeld, die Kirchengemeinde Einfeld, die Freie Waldorfschule Einfeld, die DLRG, die AWO und EIKA – Einfeld für Kinder aktiv – mit ihren Ständen aufgebaut.

Der THW- Ortsverband Neumünster, der Malteser- Hilfsdienst, die Regieeinheit des Katastrophenschutzes der Stadt Neumünster und die Reservistenkameradschaft Einfeld präsentierten ihre Einsatzmöglichkeiten zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger bei schweren Unglücksfällen und im Katastrophenfall.Trotz der regenbedingten vorzeitigen Beendigung des Dorfbuchtfestes vermittelte die Veranstaltung das Gefühl, dass die Zusammenarbeit der Vereine und Organisationen klappt und man nicht verlernt hat, für Spiel und Spaß und für Information und nette Gespräche zu sorgen.

Veranstaltungsleiter Norbert Albers von der RK Einfeld dankt allen Teilnehmenden für ihren engagierten Einsatz und den Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und die Inkaufnahme der späteren widrigen Witterungsumstände am Einfelder See.